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Bodentage 2018

Fachschule Edelhof setzt auf
praxisorientierte Ausbildung bei der Forstarbeit


LR Teschl-Hofmeister: Sicherheit bei der Waldarbeit ist oberstes Gebot

Die Personen v. l.: Robert Mörzinger, Jakob Hummel, Fachlehrer Josef Beneder, Daniel Peschel, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Sebastian Fischer, Fachlehrer Andreas Maringer
Foto Copyright: Jürgen Mück

Zwettl (25.3.2019) Die Arbeit im Wald ist eine der schönsten, aber auch der gefährlichsten und unfallträchtigsten Tätigkeiten. An der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof steht daher das Erlernen der sicheren Waldarbeit an oberster Stelle. „Im praktischen Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler für die fachgerechte Waldarbeit und für die richtige Handhabung der Motorsäge begeistert. Denn die Sicherheit ist das oberste Gebot bei der Waldarbeit“, betont Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Die Unfälle bei der Tätigkeit im Forst sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Besonders im Bauernwald gingen die Unfallzahlen stark zurück. Dazu haben die verbesserte Technik sowie die Verwendung der Sicherheitsbekleidung und der gezielten Forstausbildung an den Fachschulen beigetragen“, so Teschl-Hofmeister.

„Im Lauf der dreijährigen Ausbildung an der Fachschule erlernen die Schülerinnen und Schüler die Waldarbeiten in der Praxis. Wobei ein Schwerpunkt auf die fachlich richtige Handhabung der Motorsägen gelegt wird. Denn beim Fällen der Bäume und bei der Aufarbeitung passieren leider die meisten Unfälle“, betont Direktorin Michaela Bauer. „Zudem führen wir Facharbeiterkurse für Erwachsene durch, die teilweise als Abendschule geführt werden. Das Interesse daran ist sehr groß, allein im letzten Schuljahr wurden drei Facharbeiterkurse durchgeführt“, so Bauer.

Bei der Bewirtschaftung heimischen Wälder ereignen sich rund 1.600 Arbeitsunfälle pro Jahr, etwa 20 davon enden tödlich. Vor 30 Jahren passierten noch rund 5.000 Unfälle im Wald. Gleichzeitig ist der Holzeinschlag von rund 11 Millionen Erntefestmeter auf rund 17 Millionen Erntefestmeter gestiegen. Dies bedeutet, dass die Waldarbeit sicherer geworden ist. Mehr als die Hälfte von Österreichs Wald ist in Händen von bäuerlichen Waldbesitzern, die mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung für eine intakte Natur sorgen. Die neueste Waldinventur stellt den Waldbäuerinnen und Waldbauern ein sehr gutes Zeugnis aus, denn sie pflegen immer besser ihre Wälder. Bereits 85 Prozent des Holzzuwachses werden genutzt. Vor zehn Jahren war es noch 74 Prozent.

Der Wald ist zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Österreich. Allein in Niederösterreich werden rund 23.000 Arbeitsplätze durch die Forstarbeit und die holzverarbeitende Industrie sowie im Gewerbe gesichert. Weiters stellt der Wald für 31.000 Betriebe (Waldeigentümer mit land- und forstwirtschaftlicher Fläche) eine wesentliche Lebensgrundlage dar.