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Jugendcoaching
Agrar & Wald Werkstätten
Bodentage 2018

Pflanzenbau am Edelhof

Edelhof - der Lehrbetrieb

Der Betrieb gehört topographisch zu den Mittellagen des Waldviertels und hat folgende Kennzahlen vorzuweisen:

Seehöhe:      600 m

Klima:            610 mm Niederschlag, 145 Niederschlagstage

            mittlere Jahrestemperatur 6,8 Grad Celsius                      

Bodenklimazahl: 29

Boden: Lehmiger Sand mit einer ackerfähigen Bodentiefe von rund 20 - 30 cm

Betriebsgröße beträgt 128 ha, davon 6 ha forstwirtschaftliche Nutzfläche und 7 ha sonstige Fläche - aufgeteilt in 2 unterschiedliche Bewirtschaftungseinheiten

 

Edelhof - Pflanzenproduktion

Um einer modernen Betriebsführung gerecht zu werden, wird der Edelhofer Saatzuchtbetrieb mit rund 55 ha konventionell und intensiv bewirtschaftet. Das Züchtungsinstitut ist weit über die regionalen Grenzen bekannt und listet erfolgreichen Zuchtsorten bei Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mohn. Der Schulbetrieb ist ein nach biologisch-organischen Richtlinien kultivierter Acker- Grünlandbetrieb mit Rinder-, Schaf-, Schweine-, Geflügel- und Pferdehaltung im Ausmaß von cirka 60 ha. Der Biobetrieb umfasst 15 ha Ackerland, davon 2,5 ha Feldfutter, 35 ha Dauergrünland. Auf unserem Hof achtet man auf eine vielfältige Fruchtfolge nach biologischen Grundsätzen und einem möglichst hohen Anteil an Leguminosen. Dabei hat sich eine 6-schlägige Fruchtfolge für unsere Verhältnisse bewährt (Kartoffel, Winterung mit Kleeeinsaat, Klee, Winterung, Erbse oder sonstige Alternative).

Edelhof - Lehrtätigkeit Pflanzenbau           

Die Saatzucht und der Lehrbetrieb sind gemeinsam mit den Räumlichkeiten des Praktischen Unterrichtes die Grundlage für die praktische Ausbildung der Schüler und die Voraussetzung für praxisbezogene Versuchsanstellungen.

Im 1. Jahrgang befassen sich die Schüler thematisch mit Bodenprobennahme und Bodenanalytik, Unkrautbonitur, Herbarium, Saatgut und Versuchsernten. Dabei konnten zusätzlich einige Projekte in den letzten Jahren für den 1. Jahrgang umgesetzt werden wie z.B. der Anbau von Kulturen in Beetform, die jeder Schüler pflegt und betreut. Weiters Arbeiten mit Saatgut in der Saatzucht und natürlich die Pflege und Verarbeitung von Obstkulturen.

Im 2. Jahrgang lernen die Schüler bereits Produktionsweisen verschiedener Kulturen unter Bedacht von ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten kennen. Dabei wird besonders auf die Produktion qualitativ hochwertiger und gesundheitlich einwandfreier Produkte für die menschliche und tierische Ernährung Wert gelegt. In Theorie und Praxis werden entsprechende Lehrinhalte vermittelt, wie Erstellung einer Nährstoffbilanz, Umgang mit Pflanzenschutzmittel,  Kulturmaßnahmen bei verschiedenen Ackerkulturen. Die pflanzenbaulichen Tätigkeiten können im Praxisgarten (ehemalige Hopfenanlage) auf Schwerpunkt Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz umgesetzt werden.

Im 3. Jahrgang wird zusätzlich auf die eigenständige Führung eines Betriebes aus pflanzenbaulicher Sicht wertgelegt. Weiters werden Schwerpunkte in der  Erwerbskombination, Alternativen in der Landwirtschaft und Durchführung von Projekten gesetzt. Hierfür werden maschinelle Arbeiten im Praxisgarten wie Anbau, Pflanzenschutz  und sonstiger Kulturführung wichtiger Ackerkulturen und Zwischenfrüchten durchgeführt. Der Zertifikatslehrgang für sachgerechten Umgang mit Pflanzenschutzmittel ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Ausbildung.

Der Pflanzenbau hat umfassende Bereiche abzudecken und muss natürlich ständig den modernen Gegebenheiten angepasst werden. Dabei sind zusätzliche Aufgaben und Tätigkeiten zu erfüllen, wie Lehrtätigkeiten in der Erwachsenenbildung, Organisation von Seminaren, Fachtagen, Beratung etc.  Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, sind folgende Lehrkräfte für die Betreuung diverser Bereiche vorgesehen:

Fachvorstand, Versuche, Kartoffel, Hopfen             Ledermüller Johann

Getreide                                                                       Zechner Elisabeth

Öl- und Eiweiß, Versuche                                          Wieser Franz

Pflanzenschutz, Boden                                               Bauer Michaela

Biolandbau                                                                  Berger Sandra,

                                                                                      Mayerhofer Hermann

Grünland                                                                      Schroll Josef, Toifl Karl

Kleinalternativen                                                         Mayerhofer Hermann

Obstbau                                                                       Strobl Erich, Strauß Martina

 

Auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern soll die zentrale Position der Fachschule für die Region verdeutlichen und zukünftige Entwicklungen im Pflanzenbau mittragen. Besondere Zusammenarbeit ergeben sich mit den Bezirksbauernkammern, der NÖ Landwirtschaftskammer, dem Lagerhaus Zwettl, der AGRANA Gmünd, der NÖS, Waldland, der AGES, der BOKU, der Bioforschung Austria, Bio Austria, Versuchsanstalt Gumpenstein sowie landwirtschaftliche Betriebe der Schüler.

Versuche am Edelhof

Versuchsanstellungen erfolgen im konventionellen Bereich mit Sortenversuchen bei Triticale, Roggen, Gerste, Hafer, Winterraps, Erbse und Lupine und in der biologischen   Produktion mit Sortenversuchen bei Weizen, Triticale, Roggen, Gerste, Hafer, Kartoffel und Grünland. Weiters sind auch Schädlingsversuche und Bodenbearbeitungsvarianten im Programm. Für einen reibungslosen Ablauf der Versuchsarbeiten haben unsere Versuchstechniker alle Hände zu tun. Dafür verantwortlich zeichnet in der Saatzucht Hubert Hofbauer mit Martin Lunzer,  Walter Schön, Franz Winter und im Biobetrieb Johann Freund mit Robert Vogl und Josef Heider. Jedes Jahr werden die Versuche im Rahmen des Tages der offenen Tür und bei Feldtagen präsentiert und diskutiert.

Die aktuellen Ergebnisse der Versuchstätigkeiten können bei folgenden Internet-adressen abgerufen werden:

http://www.versuche.lako.at   und   http://www.lfs-edelhof.ac.at

zusammengestellt von:

Dipl.-Päd. Ing. Johann Ledermüller