headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog

Jugendcoaching
Agrar & Wald Werkstätten
Bodentage 2018

Bio-Schweinestall Edelhof

Im Herbst des Jahres 2002 wurde der Schweinestall an unserer Fachschule nach den Richtlinien der EU-Bio Tierhaltungsverordnung für Schweine, umgebaut und umgestaltet. Im neu adaptierten Stall sind für etwa 20 bis 22 Zuchtsauen sowie deren Nachzucht Platz. Es gibt nur ein Festmistverfahren. Im Stall wird mittels Schrapper entmistet, im Auslauf mit dem Traktor.

Nachfolgend werden die einzelnen Räume kurz beschrieben.

Grundriss StallGruppenabferkelstall:

4 Sauen, die zu möglichst gleicher Zeit abferkeln, finden hier Platz. Jede Sau hat einen eigenen Abferkelraum mit beheiztem Ferkelnest. Die Ferkel können diesen Raum erst mit einem Alter von etwa drei Wochen verlassen, die Sauen gehen aber jederzeit zur Fütterung in Fressstände (siehe Abbildung). Die Buchten sind so konstruiert, dass vom Bedienergang die Wandhöhe zu den Ferkelnestern nur 70cm hoch ist. Von Seite der Sau jedoch die Wände 110 bis 120 cm hoch sind. Im hinteren Teil des Stalles (Mistgang), befindet sich eine Schrapperentmistung. Zugang für Sauen und Ferkel zum Auslauf ist möglich.








Voraussetzung für die Funktion dieses Stalles ist ein gutes Sauenmanagement.
Grundriss Stall
Einzelabferkelstall System FAT (Schweiz):

Hier befinden sich 4 Einzelabferkelbuchten. Jede Sau ist beim Abferkeln nicht fixiert und hat mehr als 8m² Platz zur Verfügung. Auch hier hat die Sau einen separaten Fress-, Liege- (Säuge-) und Kotbereich. Die Ferkelnester sind wieder beheizt. Durch eine spezielle Schwelle können die Ferkel ebenfalls erst mit einem Alter von etwa drei Wochen den Kotbereich der Sau betreten (notwendig wegen der Schrapperentmistung). Zugang für Sauen und Ferkel zum Auslauf ist möglich.






Grundriss StallBelegstall mit Eberbucht:

Bei diesem Stall handelt es sich um eine Drei-Flächen Bucht für die Zuchtsauen mit einem eigenen Liegenest. Die Eberbucht ist zu den Sauenfressständen quer angebracht. Der Eber kann je nach Bedarf beim Sauentrog vorbeigehen und so das Brunstverhalten begünstigen. Die Sauenfressplätze sind mit Selbstfangwippen ausgerüstet, um das Zusammenführen der neuen Sauengruppe zu erleichtern. Im Kotbereich gibt es wieder die Schrapperentmistung. Der Zugang ins Freie ist sowohl für die Sauen als auch für den Eber jederzeit möglich.












Grundriss Stall
Wartestall (Gruppenhaltung von Sauen)

In diesem Stallabteil haben ca. 12-14 Sauen Platz. Der Stall besteht aus einer großen eingestreuten Fläche und dem Kot- (Schrapper)bereich.

Das besondere an diesem Stall ist die Fütterung. Die Sauen können ihr Futter von zwei VarioMix Automaten, die Computergesteuert kleine Futtermengen (jedoch ohne Tiererkennung) abgeben, aufnehmen Die Sauen haben 20 Stunden Fresszeit, sie sind daher mit dem Fressen sehr lange beschäftigt.






Grundriss StallFerkelaufzuchtstall (Nürtinger Ferkelbett)

In diesem Stallabteil, dass sich leider im gleichen Abteil wie die tragenden Zuchtsauen befindet, haben die frisch abgesetzten Ferkel einen voll klimatisierten Kistenbereich. Ein Ventilator mit Heizung sorgt für die optimale Aufzuchttemperatur. Die Ferkel bekommen das Futter aus Automaten, eine Heuraufe sorgt für genügend Rohfaser und Beschäftigung. Der Kotbereich ist mit Der Auslauf ist jederzeit frei zugängig.

Ferkelaufzuchtstall (Koomans-Buchten)

Das Besondere an diesem Ferkelaufzuchtstall ist die lange schmale Form der einzelnen Abteile.

Die Buchten müssen mindestens 3-4-mal so lang wie breit sein. Der Kotbereich ist daher weit vom Futterbereich entfernt. Über die ganze Buchtenbreite befindet sich ein Futterautomat. Im Kotbereich befinden sich wie auch im restlichen Ferkelaufzuchtbereich Kunststoffroste.

Die Wasserversorgung erfolgt über eine Schalentränke sowie über einen Tränkenippel. Bei Bedarf können Tiere auch aus einer Pendelrundtränke (Putentränke) Wasser aufnehmen. Die Buchten sind für jeweils 20 Ferkel ausgelegt.


Grundriss Stall
Schrägbodenbuchten für Jungsauen und Mastschweine:

In diesem Stallabteil ist für 60 Tiere Platz (je Bucht 20 Schweine) Die Buchten sind unterschiedlich groß und dadurch dem Platzbedarf der Schweine angepasst.

Diese Form wird auch der Tretmiststall für Schweine genannt. Die schräge Fläche hat jedoch unterschiedliche Neigungen. Im Fress- und Liegebereich 2%, anschließend daran 9% Gefälle. Die Schweine sollen das verunreinigte Stroh und eventuell Mist zum Schrapper wühlen Die Tiere fressen aus Futterautomaten. Zur Wasserversorgung gibt es ausreichend Tränkenippel, die zum Teil beim Automat und zum Teil über dem Spaltenbereich des Kotplatzes angebracht sind. Zugang zum Auslauf ist jederzeit möglich.



Ing. Johann Kitzler (Planzeichnung: Ing. Johann Graf)