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Zwischenfruchtbestände einkürzen-welche Möglichkeiten ?

 Hans Ledermüller

 

Sinnvoll für den Zwischenfruchtanbau ist sicherlich dichte Bestände zu produzieren. Das gelingt bei gut überlegter Auswahl von Begrünungspflanzen für den Standort, entsprechender Saatmenge, rechtzeitigem Saattermin und entsprechender Saattechnik. Erst dann werden die Aufgaben wie Humusbildung, Erosionsschutz, Nährstoffspeicherung, Bodenschutz, Aktivierung von Bodenleben erreicht. Werden die Begrünungsbestände zu hoch, so kann in manchen Jahren überlegt werden, ob eine Zerkleinerung sinnvoll ist.

Am Edelhof haben wir nach Wintergerste 3 Mischungspartner im Verhältnis von 3 kg Senf, 3 kg Phacelia und
40 kg Sommerwicke als Vorführfläche angelegt. Der Zwischenfruchtbestand entwickelte sich durch den frühen Anbau dementsprechend intensiv, sodass ich eine Vorführung mit 3 Beispielen präsentieren konnte:

 

                                   Vorteile                                               Nachteile

 

Häcksler                      gute Verteilung der Masse                    hoher technischer Aufwand

                                  Vollständige Zerkleinerung                   zu starke Zerkleinerung

 

Messerwalze                geringer Kraftbedarf                            Gefährdung von Lebewesen

                                  Pflanzen können gut anwelken             Zerkleinerung oft zu gering

 

Kreiselzetter                 hohe Arbeitsbreiten                             Schwadbildung bei holzigen

                                                                                            Pflanzen

                                   Geringer Kraftbedarf                           geringe Zerkleinerung der

                                                                                            Biomasse

 

 

Sobald blühende Pflanzen bodennah gebracht werden, sollten diese Maßnahmen natürlich außerhalb der Flugzeit der Bienen erfolgen.