LMS | WebMail | PHOnline | Impressum
headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog
Pferdemanagement
Jugendcoaching

Bioinfozentrum

Leiter: DI Günter Fallmann

Edelhof 1
3910 Zwettl
Tel.: 02822 52402
Fax: 02822 52402-17
E-mail: guenter.fallmann@wvnet.at
   

Unsere Schule beschäftigt sich schon über ein Jahrzehnt intensiv mit der Wirtschaftsweise des Biolandbaues. Bereits 1991 wurde der Schulbetrieb teilweise auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt.

  • 60 ha des Schulbetriebes werden nach den Richtlinien des biologisch organischen Landbaues bewirtschaftet
  • Rinder-, Schweine- und Geflügelstallungen sind nach den EU-Tierhaltungsrichtlinien umgestaltet worden und dienen als Praxisstätte sowie als Demonstrationsställe für interessierte Biobauern.

Bereits jeder siebente Schüler der Fachschule kommt aus einer Biolandwirtschaft.

Das Zentrum wird vor allem für die Aus- und Weiterbildung der Biobauern genutzt.

Die Zusammenarbeit mit den Bioverbänden und allen Instituten aus Wissenschaft und Forschung ist uns ein wichtiges Ziel.

Auf unseren Biofeldern werden laufend Versuche durchgeführt, die Auswertung und Veröffentlichung erfolgt mit den anerkannten Bioinstitutionen der Universität für Bodenkultur und anderen wissenschaftlichen Stellen.

Biologischer Landbau - Was ist das?

Der biologisch Anbau verzichtet vollkommen auf moderne Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Im Vordergrund steht hier die Vermeidung von Umweltbelastungen für Natur und Anbauprodukt. Ein weiteres wichtiges Merkmal für den biologischen Anbau ist die Beachtung der Fruchtfolgen. Demnach wird frühestens alle 5 Jahre die gleiche Pflanze auf einem Acker angebaut. Alles in allem steckt in der biologischen Landwirtschaft sehr viel Know-how und Arbeit, welches sich im Preis der Produkte widerspiegelt. Zudem ist im allgemeinen die Produktivität des biologischen Anbaus etwas geringer als bei den anderen Anbaumethoden. Den höheren Preis der Bioprodukte sind aber immer mehr Menschen bereit zu zahlen.

Im biologischen Anbau finden sich zwei Hauptrichtungen: der biologisch-dynamische und der organisch-biologische Landbau.

Biologisch-Dynamisch
Die biologisch-dynamische Landbewirtung wurde von Rudolf Steiner ins Leben gerufen. Sie begründet auf seiner entwickelten anthroposophischen Lehre. 1924 hielt er, nach einer Einladung von Carl Graf Keyserling, auf einem Gut bei Breslau eine Reihe von Vorträgen (den sogenannten "landwirtschaftlichen Kurs") über biologisch-dynamische Landwirtschaft. Diese Vortragsreihe gilt als Geburtsstunde der biologischen Landwirtschaft.

Organisch-Biologisch
Die organisch-biologische Landwirtschaft wurde von dem Schweizer Hans Müller, seiner Frau Maria und dem Deutschen Hans-Peter Rusch ab 1951 entwickelt. Diese Anbaumethode basiert ausschließlich auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Wie auch beim biologisch-dynamischen Landbau ist für Kunstdünger und Pestizide kein Platz. Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch. Ein Kreislauf der möglichst geschlossen sein sollte. Nährstoffe die den Hof in Form von Pflanzen oder anderen Produkten verlassen, müssen auf "natürliche" Weise wieder in den Hofkreislauf zurückgeführt werden. Im Gegensatz zum biologisch-dynamischen Landbau werden die Felder bei organisch-biologisch geführten Höfen nicht gepflügt, sondern nur gelockert. So werden die verschiedenen Bodenschichten nicht "durcheinander" gebracht und Bodenflora und -fauna bleiben an ihren Wirkplätzen.

Ein biologisch geführter Bauernhof ist ein lebender Organismus. Er spiegelt die Natur in seiner Vielfalt wider. So ist ein ideal geführter landwirtschaftlicher Betrieb in den Kreislauf der Natur fest eingebunden. Boden, Pflanzen und Tiere bilden dabei die Grundlage der Kreislaufs. Möglichst vielfältig sollten Wiesen, Wälder, Weiden, Äcker, Viehbestand, Gemüse- und Obstanbau dabei sein. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Tiere. Es dürfen nur so viele Tiere auf einem Hof leben, wie sie auch von ihm selbst versorgt werden können. Gleichzeitig muss der kompostierte, von den Tieren erzeugte Mist ausreichen, um das Land des Hofs mit ausreichend Dünger und Humus zu versorgen. So, dass kein zusätzlicher Dünger zugekauft werden muss. Chemischer Kunstdünger oder Pestizide haben keinen Platz in diesem natürlichen Landbau.

Ein gesunder und fruchtbarer Boden ist im ökologischen Landbau sehr wichtig. Dies wird einerseits durch die im Boden lebenden Tiere und Organismen und andererseits durch ein reichhaltiges Mineral- und Nährstoffaufkommen gewährleistet. Die Bodenbearbeitung wird darum nach dem Prinzip der Bodenerhaltung bzw. Bodenpflege betrieben. Der Boden wird tief gelockert und flach gewendet - die Bodenflora und -fauna bleiben so in ihrer Schicht in der sie wirken. Mulchen und das sogenannte Gründüngen führt dem Boden die notwendigen Mineral- und Nährstoffe zu, die durch die angebauten Pflanzen entzogen worden sind. Bei der Bodenpflege kommt es zudem auf eine vielseitige Fruchtfolge an. Auf den Feldern wechseln sich im Jahresrhythmus, genau auf den Boden abgestimmte Nutzpflanzen ab. Feldgemüse, Getreide, Hackfrüchte und Leguminosen (Hülsenfrüchte) werden so im Wechsel angebaut. Der Fruchtwechsel beugt einer einseitigen Bodennutzung und somit einer Mineral- und Nährstoffauslaugung vor. Gleichzeitig stehen dem Vieh verschiedene Futterquellen zur Verfügung.

Der Bio-Bauer spricht von einem geschlossenem Kreislauf: Die Tiere düngen den Boden, der Boden spendet den Pflanzen die notwendigen Nährstoffe, die Pflanzen ernähren die Tiere!